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Stempeln, Nähen und Sticken gegen Novemberblues

diygegennovemberblues

Die Novembertage sind ja nun zum Glück schon gezählt und beim DIY gegen Novemberblues konnten wir uns jeden Tag neu inspirieren lassen, wie man der trüben Laune entkommen kann.
Besonders beeindruckt hat mich Mareikes Projekt von rundherumblog. Sie hat schöne Muster mit einer einfachen Siebdrucktechnik auf Stoff gebracht. Das muss ich auch unbedingt probieren.

Gestern hat uns Katharina von greenfietsen gezeigt, wie man ein schönes Gute-Laune -Kissen näht und morgen endet der November dann wieder bei der lieben Dorthe von lalala-patchwork. Sie hat das tolle Projekt „DIY gegen Novemberblues“ ins Leben gerufen.

In meinem Beitrag zeige ich Euch das Ergebnis einer meiner Lieblingsbeschäftigungen. Dabei handelt es sich um das Zusammenspiel von verschiedenen kreativen Techniken, um eine textile Fläche zu gestalten.

Kurz um: Bei diesem Projekt sammeln sich auf dem Arbeitstisch alle möglichen Materialien und Werkzeuge. Am Ende sieht es dann vielleicht etwas sehr nach Chaos aus, weil diverse Kisten geöffnet zu Füßen stehen und Garnrollen wild umherfliegen. Egal, Licht aus und Tür zu!

kreativtechniken Geschirrhandtuch-titelbild1

Mein Ergebnis ist ein Geschirrhandtuch, dass dann im nächsten Monat wohlmöglich direkt unter den Weihnachtsbaum wandern wird…

Stempeln, Nähen und Sticken…nur drei Ideen von vielen

Es gibt viele Wege Stoffe oder auch Papier zu gestalten. Ich habe mich für Drucken, Applizieren, Maschinensticken und Handsticken entschieden. Als Grundlage habe ich einen einfarbigen Stoff aus Baumwolle und Leinen verwendet. Leinen ist optimal für ein Geschirrhandtuch.

Zurück zum Chaos:
Meine Idee war es, mich nicht an eine bestimmte Vorstellung oder einen Entwurf zu halten, sondern beginnend mit einer Technik, das Bild entstehen zu lassen. So konnte ich während des Arbeiten fantasieren, ohne mich selbst einzuschränken. Klingt ein wenig wie Therapie und fühlt sich auch so an.

Stempeln auf Stoff

Material:

  • Stempel
  • Stempelfarbe, Stoffmalfarbe
  • ggf. Farbrolle
  • Unterlage

Letztes Jahr zu dieser Zeit habe ich begonnen Stempel mit Hilfe von Linolwerkzeug und Softcut-Platten selbst herzustellen. Dafür eignen sich diese langen Abende besonders gut. Die fertigen Stempel sind vielseitig einsetzbar.

kreativtechniken-stempel
Die Farbe wird auf den Stempel gebracht und dieser auf einer glatten Unterlage fest auf den gewaschenen Stoff gedruckt. Wenn die Farbe getrocknet ist, wird sie mit dem Bügeleisen fixiert.

Sticken mit der Nähmaschine

Material:

  • Nähmaschine mit Freihandstickfuß
  • Nähgarn
  • Stickvlies für die Rückseite
  • Markierstift für das Motiv

Das Motiv muss ja nicht unbedingt komplett frei sein. Es ist schon sehr hilfreich sich vorher Proportionen etc. auf den Stoff zeichnen zu können. Das klappt sehr gut mit dem herauswaschbaren Trickmarker von Prym.
Das Stickvlies wird großzügig zugeschnitten und unter die Näharbeit gelegt. Später kann es wieder abgerissen werden. Für den Nähvorgang ist es dennoch wichtig, denn sonst zieht sich der Stoff beim Nähen zusammen.

kreativtechniken-stickvlies
Bevor es losgeht muss der Transporteur der Nähmaschine abgesenkt werden. So bewegt sich der Stoff jetzt frei und man kann quasi „zeichnen“.

kreativtechniken-blaetter-maschinenstickerei-details

 

Applizieren auf Stoff

Material:

  • Stoffreste
  • Vliesofix oder Steam-a-Seam
  • Bügeleisen
  • Schere
  • Stickvlies

Auf die Rückseite der Stoffreste wird großzügig das Vliesofix oder Steam-a-Seam gebügelt. Dann wird das Motiv spiegelverkehrt auf die Rückseite gebracht und ausgeschnitten. Die Folie muss entfernt und das Motiv auf dem Hauptstoff positioniert werden. Jetzt wird es mit viel Hitze festgebügelt.

kreativtechniken-steamaseam
Da bügeln in der Regel nicht ausreicht, müssen die Applikationen noch festgenäht werden. Dafür habe ich wieder den Freihandstickfuß verwendet. Das Stickvlies darf auch hier nicht fehlen.

kreativtechniken-freihandsticken-naehmaschine

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Sticken mit der Hand

Material:

  • Stickgarn
  • Sticknadeln
  • Stickrahmen
  • Schere

Weg von der Nähmaschine, ran an den Ofen…Beine hoch und losgestickt!
Das Besticken von kleinen Teilen des Bildes macht das gesamte Werk plastischer und aufregender. Ich mag vor allem auch dieses Aussehen von „Handgemacht“.
Der Knötchenstich, den ich verwendet habe, nennt sich „French Knot“. Bei Pinterest findet ihr tolle bebilderte Anleitungen zu diesem und andere Stiche. So lernt man schnell etwas Neues.

kreativtechniken-stickrahmen-french-knots

 

kreativtechniken-french-knot

Zu guter Letzt wird noch eine kleine Borte angenäht,dann alle vier Seiten umgebügelt und abgesteppt und ein Aufhänger angebracht.
Aus einer solchen Arbeit kann natürlich so allerhand entstehen: Kissenhüllen, Täschchen, Decken,…

Das hat viel Spaß gemacht und da steckt viel Liebe drin. Perfekt also, um es in Geschenkpapier zu verpacken…

Ich wünsche Euch eine schöne Weihnachtszeit mit vielen kreativen Glücksmomenten!

kreativtechniken-geschirrtuch-gefaltet

kreativtechniken-titelbild3

 

 

 

 

 

Projekte aus SnapPap – Teil 1

SnapPap ist sehr spannendes Material. Es besteht aus Zellulose und Latex, ist waschbar und super zu vernähen. Das Aussehen erinnert an Pappe und genauso wie auf Papier kann auch auf SnapPap gedruckt, geplottet, geklebt und geprägt werden.

Es gibt das Material in den Farben weiß, grau, braun und schwarz. Noch mehr Infos findet ihr hier auf der offiziellen Homepage von SnapPap.

Meine ersten SnapPap-Versuche

Als allererstes habe ich mir meine selbstgemachten Stempel genommen und mit verschiedenen Siebdruckfarben ein schönes Türkisgrün gemixt. Mit der Farbe habe ich dann Blattformen auf das SnapPap gedruckt.
Nachdem die Farbe getrocknet war, musste ich sie durch Hitze mit Hilfe des Bügeleisens fixieren. Das hat alles sehr gut funktioniert.

Snap Pap bedruckt Blättermotiv

Weitere Farbenfreude habe ich dann mit Hilfe meiner Nähmaschine auf die Oberfläche gebracht, indem ich mit drei verschiedenen Garnen die Blätter bestickt habe.

Snap Pap bestickt

 

Die SnapPap-Hefthülle

Da ich für ein Heft dringend eine Schutzhülle benötigte, habe ich das bedruckte SnapPap gleich dafür verwendet.
Ich habe zuerst das Heft vermessen und an den kurzen Seiten für den Umschlag jeweils 6 cm dazugegeben. Die fertigen Maße habe ich dann mit meinem Rollschneider zurechtgeschnitten, die 6 cm auf den beiden Seiten nach Innen umgeklappt und die Kante mit dem Finger festgedrückt.

Als Verschluss dient an der Hülle ein Gummiband, das auf der Rückseite jeweils oben und unten mit eingenäht wird. Dieser Schritt passiert zeitgleich mit dem Festnähen des Umschlages.
Dafür habe ich den Bernina Blindstichfuß # 5 verwendet. Dieser Fuß ermöglicht mir gleichmäßig an der Kante entlang zu nähen.

Snap Pap Hülle nähen

Das Gummi liegt dabei an der gewünschten Stelle ca. 0,75 cm zwischen den Lagen.

Und schon ist die Buchhülle fertig! Kein Verstürzen mit Futter, kein Versäubern der Kanten – herrlich einfach und es sieht auch noch super aus!

 

SnapPap Hülle fertig

Das ist nicht mein einziges Projekt mit diesem tollen Material.
Ich habe außerdem einen süßen, kleinen Geldbeutel genäht, den ich Euch auch in Kürze vorstellen werde. Und ich bin mir sehr sicher, dass noch weitere Produkte folgen werden!